Spanische Luftwaffe stärkt NATO-Luftraumüberwachung in Rumänien
Die spanische Luftwaffe hat ihre Präsenz im östlichen NATO-Flügel verstärkt, indem sie erste Vertrautheitsflüge (FAM flights) mit einem F-18 und einer A400-M in Rumänien durchführt. Diese Übung markiert einen wichtigen Schritt im Rahmen der verstärkten NATO-Luftraumüberwachungsmission und dient der Vorbereitung auf die baldige Übernahme der Schnellreaktionsdienste (Quick Reaction Alert, QRA).

Anpassung an das Terrain und Integration mit dem Gastgeberland
Die Flüge dienen in erster Linie der Eingewöhnung der Piloten und Besatzungen an die rumänische Basis sowie der Übung von Start-, Anflug- und Landemanövern sowohl auf der Hauptbasis als auch auf alternativen Notlandeplätzen. Dabei werden nicht nur die geografischen Gegebenheiten erkundet, sondern auch die technische und operative Integration des spanischen Kontingents mit der rumänischen Infrastruktur und der NATO validiert. Die Piloten überprüfen die Funktionsfähigkeit von Navigationssystemen, Radaren und taktischen Datenverbindungen und stimmen die Funkkommunikation mit der rumänischen Fluglotsenkontrolle in Balotesti ab.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Training von Taktiken gegen unbemannte Luftfahrzeuge (C-UAS). Die F-18-Jets werden in der Lage sein, diese Bedrohungen, die oft langsam und in geringer Höhe fliegen, zu identifizieren und zu neutralisieren und so zur Wahrung der Souveränität des NATO-Luftraums beizutragen.
Der A400M als strategischer Multiplikator: Das spanische Verteidigungsministerium betont, dass die Einbindung der A400-M eine strategische Qualitätsverbesserung darstellt. Die Fähigkeit zur Luftbetankung (Air-to-Air Refueling) ermöglicht es den Kampfjets, ihre Patrouillenzahl deutlich zu verlängern, ohne zur Basis zurückkehren zu müssen. Dies erweitert den Einsatzradius und die Abschreckungsfähigkeit erheblich. Die A400-M fungiert somit als eine „fliegende Tankstelle“.
Die verstärkte Luftraumüberwachungsmission zielt darauf ab, jede ungewöhnliche oder unkoordinierte Luftaktivität in der Nähe des NATO-Luftraums zu identifizieren, zu überwachen und gegebenenfalls abzufangen. „Unsere Teilnahme ist ein Beweis für das von Spanien mit der Allianz getragene Engagement und die Solidarität mit unseren Verbündeten“, erklärte ein Sprecher des spanischen Verteidigungsministeriums.
Ein spanischer Jagdflieger betonte: „In der Iberischen Halbinsel ist stets eine Einheit von F-18 und Eurofighter im Bereitschaftsdienst.“ Ab sofort wird das spanische taktische Luftwaffenteam ‘Paznic’ die Aktivitäten der Schnellreaktionsalarmierung (QRA) übernehmen und gemeinsame Übungen mit den alliierten Partnern durchführen, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die kollektive Verteidigungshaltung der NATO im östlichen Flankengebiet zu stärken.
