Golfkrieg im golf: emirate im visier iranischer drohnen
Die glitzernden Skyline von Dubai und Abu Dhabi, einst Symbole für unerschütterliche Stabilität und florierenden Handel, wurden am vergangenen Wochenende jäh aus ihrer vermeintlichen Sicherheit gerissen. Der Angriff Irans auf Israel und die anschließenden Reaktionen haben die Region in ein neues Zeitalter der Unsicherheit katapultiert – und die Emirate stehen im Epizentrum.

Die fassade der unberührbarkeit bröckelt
Die Vorstellung, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien eine Art sicheren Hafen inmitten regionaler Konflikte darstellen können, ist nunmehr eine Illusion. Die Geschehnisse vom Wochenende haben unmissverständlich gezeigt, dass auch diese vermeintlich abgeschirmten Finanzzentren nicht vor den Auswirkungen geopolitischer Spannungen gefeit sind. Augenzeugenberichte aus Abu Dhabi beschrieben, wie Raketen über die Stadt zischten, während in Dubai Explosionen zu hören waren. Emirates, die weltgrößte Fluggesellschaft, musste ihren Betrieb vorübergehend aussetzen – ein Schlag für den Tourismussektor, der sich gerade erst von den Folgen der Pandemie erholte.
Die schnelle Reaktion der Luftverteidigungssysteme der Emirate konnte zwar einen Großteil der ankommenden Projektile abfangen, doch der Schaden war angerichtet. Ein Mensch kam durch herabfallende Trümmer ums Leben, ein tragischer Beweis dafür, dass die Bedrohung real ist. Die Reaktion der Regierungen war schnell und entschlossen: Aussagen über die Neutralisierung der Raketen und die absolute Priorität der Sicherheit von Bürgern und Besuchern wurden veröffentlicht. Doch die Botschaft ist klar: Die Region ist verwundbar.
Die Attraktivität für Investoren in Gefahr? Das Aufkommen von Dubai und Abu Dhabi als Magnet für Hedgefonds und als Drehscheibe für Staatsfonds basierte auf dem Image einer sicheren und stabilen Umgebung. Die massiven Investitionen in Immobilien, die gerade erst einen Boom erlebt haben – in Dubai stiegen die Preise in den letzten vier Jahren um 70 Prozent – könnten nun in Frage gestellt werden. Die Anziehungskraft für internationale Milliardäre, die ihr Vermögen schützen wollen, und für Banken, die nach Wachstum suchen, könnte schwinden, sollten die geopolitischen Risiken weiter eskalieren.
Doch was diesen Angriff so besorgniserregend macht, ist die Tatsache, dass es sich um den ersten direkten Angriff Irans auf so viele US-amerikanische Standorte in der Region handelt. Bisher beschränkte sich Teheran auf vermeintlich
