Fairphone 6 plus: mehr ram für ethisches smartphone?

Die Niederlande sind bekannt für ihre progressive Denkweise und ihren Fokus auf Nachhaltigkeit. Nun scheint sich dieser Ansatz auch auf die Smartphone-Welt auszudehnen: Fairphone, der Hersteller des modularen und ethisch produzierten Smartphones, arbeitet offenbar an einer verbesserten Version des Fairphone 6. Und das könnte gerade den entscheidenden Vorteil bringen, den viele Nutzer vermissen.

Ein ram-upgrade für die zukunft

Ein ram-upgrade für die zukunft

Laut Informationen des niederländischen Portals NieuweMobiel.NL, das bereits in der Vergangenheit mit korrekten Informationen über Fairphone-Geräte aufwartete, soll das Fairphone 6 Plus mit 12 GB RAM ausgestattet sein. Das aktuelle Modell kommt mit lediglich 8 GB aus, was im Vergleich zu anderen aktuellen Smartphones, insbesondere im Hinblick auf den wachsenden Bedarf an Rechenleistung durch On-Device-KI-Anwendungen, etwas limitiert wirkt. Die Erhöhung des Arbeitsspeichers könnte somit das entscheidende Argument für ein Upgrade sein.

Neben dem RAM-Upgrade soll das Fairphone 6 Plus in einer neuen Farbvariante namens „Cobalt“ erhältlich sein. Ein kosmetischer Vorteil, der zwar optisch ansprechend sein mag, aber primär die Performance nicht beeinflusst. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Reicht ein RAM-Upgrade und eine neue Farbe aus, um Nutzer von einem Kauf zu überzeugen?

Fairphone versteht sich als Vorreiter in Sachen ethischer Smartphone-Produktion. Das Unternehmen setzt auf recycelte Materialien, modulare Designs für eine einfache Reparatur und bezieht Rohstoffe aus konfliktfreien und fair gehandelten Zonen. Dies ist wichtiger denn je: Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen.

Das Fairphone hat bei iFixit einen Reparaturbewertungs-Score von 10/10 erzielt, mit Ausnahme der Fairphone True Wireless Earbuds (1. Generation) und des Fairphone 1. Das britische Magazin Ethical Consumer bewertete das Modell sogar mit 98 von 100 möglichen Punkten als „das ethischste Smartphone der Welt“. Nutzer haben zudem die Möglichkeit, ein de-googlisiertes Fairphone zu erwerben und so aus dem Google-Ökosystem auszusteigen. Zusätzlich bietet das Gerät Datenschutzfunktionen wie das Deaktivieren von Kamera und Mikrofon.

Der Preis für das Fairphone 6 Plus dürfte in etwa dem des aktuellen Flagships entsprechen, das zum Launch 599 Euro kostete und sich aktuell für 549 Euro erwerben lässt. Allerdings könnten die aktuellen Engpässe bei RAM- und Speicherchips die Preise in die Höhe treiben. Selbst mit 12 GB RAM und der neuen Farbvariante wird das Fairphone 6 Plus voraussichtlich ein Gerät der oberen Mittelklasse bleiben, ausgestattet mit dem Snapdragon 7s Gen 3, einem 6,31-Zoll OLED-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate, 256 GB internem Speicher (erweiterbar auf 2 TB) und einem 4.415 mAh-Akku mit 30W Schnellladung. Die Dual-Kamera mit 50 MP Hauptsensor und optischer Bildstabilisierung sowie ein 13 MP Ultraweitwinkelobjektiv runden die Ausstattung ab. Und nicht zu vergessen: 7 Jahre Major-OS-Updates, 8 Jahre Sicherheitsupdates und eine 5-jährige Garantie.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Fairphone-Strategie weiterhin erfolgreich sein wird. Doch eines ist klar: Das Unternehmen setzt auf Nachhaltigkeit und Ethik, ohne dabei Kompromisse bei der Nutzererfahrung einzugehen. Das ist ein Ansatz, der sich lohnt.