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Okcupid: dating-app verrät nutzerdaten – ftc schaltet ein!

Ein Schock für alle, die auf der Suche nach der großen Liebe bei OkCupid sind: Die beliebte Dating-App hat offenbar sensible Nutzerdaten an Dritte weitergegeben, ohne die Betroffenen darüber zu informieren. Die US-amerikanische Handelskommission (FTC) hat eine Vergleichsruhe erzielt, die OkCupid und Match Group Americas dazu zwingt, ihre Datenschutzrichtlinien grundlegend zu überarbeiten.

Vertrauensbruch: persönliche daten ohne zustimmung geteilt

Vertrauensbruch: persönliche daten ohne zustimmung geteilt

Der Vorwurf der FTC ist klar: OkCupid hat seine Nutzer getäuscht, indem es falsche Versprechungen bezüglich des Datenschutzes machte. Konkret wurden Fotos und Standortinformationen von Millionen Nutzern an einen unbenannten Dritten weitergegeben – ohne deren Wissen oder Zustimmung. Eine Verletzung des Vertrauens, das Nutzer in eine Dating-Plattform setzen.

Die FTC stieß auf die Praxis, als sie im Rahmen einer zivilrechtlichen Untersuchung Informationen von OkCupid forderte. Diese Forderung musste später vor Gericht durchgesetzt werden, um die vollständige Offenlegung zu erreichen. Der Vergleich mit der FTC verbietet Humor Rainbow, Inc., Match Group Americas und OkCupid nun, ihre Datenschutzrichtlinien irrezuführend darzustellen. Das bedeutet, dass OkCupid transparent machen muss, welche Daten gesammelt, gespeichert und verwendet werden, und wie die Privatsphäre der Nutzer geschützt wird.

Ein Detail, das viele übersehen: Die Weitergabe von Daten an den Dritten erfolgte nicht im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung mit einem Dienstleister oder Geschäftspartner, wie es in den Datenschutzrichtlinien von OkCupid grundsätzlich vorgesehen ist. Vielmehr handelte es sich um eine unautorisierte Weitergabe, die ohne die Zustimmung der Nutzer erfolgte. Die FTC geht davon aus, dass seit September 2014 sowohl OkCupid als auch Match Group versucht haben, den Vorfall zu vertuschen und die Ermittlungen zu behindern.

Die Folgen sind gravierend: OkCupid darf in Zukunft nicht mehr verschleiern, in welchem Umfang persönliche Daten wie Fotos, demografische Informationen und Standortdaten erfasst, gespeichert und genutzt werden. Auch der Zweck der Datenerfassung und die Funktion der Datenschutzkontrollen müssen klar und verständlich kommuniziert werden.

Match Group, zu dem auch bekannte Dating-Apps wie Tinder und Hinge gehören, ist ein Gigant in der Online-Dating-Branche. Der Skandal um OkCupid wirft jedoch ein schlechtes Licht auf die gesamte Organisation und unterstreicht die Notwendigkeit eines stärkeren Datenschutzes in der digitalen Welt. Die Nutzer haben ein Recht darauf, zu wissen, wie ihre Daten verwendet werden, und müssen die Möglichkeit haben, Einwände zu erheben.

Die Geschichte zeigt deutlich, dass Dating-Apps – und insbesondere Match Group – ihre Verantwortung ernst nehmen müssen. Andernfalls drohen nicht nur hohe Strafen, sondern auch ein nachhaltiger Vertrauensverlust bei den Nutzern.