Burger King trennt sich von Influencer El Xokas nach heftiger Shitstorm-Debatte

Ein unerwarteter Schritt inmitten eines tobenden Shitstorms in den sozialen Medien: Burger King Spanien hat die Zusammenarbeit mit dem Content-Ersteller Joaquín Domínguez, besser bekannt als El Xokas, abrupt beendet. Die Entscheidung der Fast-Food-Kette erfolgte nach einer Eskalation der öffentlichen Empörung, die sich in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken manifestierte. Zahlreiche Nutzer forderten Konsequenzen und riefen zu einem Boykott auf, aufgrund kontroverser Äußerungen des galicischen Streamers.

Die Entscheidung: Eine klare Distanzierung

Über eine offizielle Story auf Instagram distanzierte sich Burger King deutlich vom Image des Streamers: „Wir haben uns entschieden, die Zusammenarbeit mit diesem Content-Ersteller in unserer Grand King Kampagne zu beenden. Wir möchten klarstellen, dass seine Aussagen in keiner Weise die Werte repräsentieren, die wir als Marke vertreten. Wir bitten um Entschuldigung bei allen, die sich durch die Zusammenarbeit beleidigt gefühlt haben. Die Grand King Kampagne wird mit den anderen drei teilnehmenden Content-Erstellern fortgesetzt.“

Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe war das Cheese Bacon Classic Menü, das mit El Xokas in Verbindung stand, aus dem Online-Bereich verschwunden. Auf der Webseite und in der App von Burger King waren lediglich die Menüs der anderen Influencer – King CBK (Marta Díaz), Krispper Bacon (Peldanyos) und Steakhouse Cheddar (Marina Rivers) – verfügbar. Der Versuch, direkt auf das Produkt des Streamers zuzugreifen, resultierte in einer eindeutigen Fehlermeldung: „Oh je! Dieses Produkt ist nicht verfügbar. Diese Auswahl ist für Ihr Restaurant nicht verfügbar, wurde eingestellt oder ist noch nicht verfügbar. Bitte wählen Sie ein anderes Produkt.“

Der Hintergrund: Kontroverse Äußerungen und ein eskalierender Streit

Der Hintergrund: Kontroverse Äußerungen und ein eskalierender Streit

Die Entscheidung von Burger King steht im Zusammenhang mit einer besonders turbulenten Woche für El Xokas. Der Streamer geriet durch seine Äußerungen erneut ins öffentliche Rampenlicht. Zunächst lösten seine Kommentare über die Schauspielerin Ester Expósito eine Welle der Kritik aus. Er äußerte in einer seiner Twitch-Übertragungen, dass „es nicht viel wert sei, mit einer so attraktiven Person zusammen zu sein, wenn sie diese politischen Ansichten hat“ und fügte hinzu, dass es „besser sei, eine 6 zu haben“ als jemanden, der seiner Meinung nach „eine Träumerin“ sei. Diese Äußerungen führten zu heftiger Kritik in sozialen Netzwerken, wo zahlreiche Nutzer und öffentliche Persönlichkeiten ihm Machismo und die Objektifizierung von Frauen vorwarfen.

Der Unmut verstärkte sich in den letzten Stunden durch seine Reaktion auf die Kritik. In sichtlich gereizter Stimmung nutzte El Xokas seine Partnerschaft mit Burger King, um von seinem wirtschaftlichen Erfolg zu prahlen: „Tatsächlich habe ich mit einer Promo bei Burger King mehr verdient, als deine Eltern in 20 Jahren Arbeit.“ Diese Aussage, die als direkter und abfälliger Angriff auf die Arbeiterklasse interpretiert wurde, verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Medien, wo Tausende von Nutzern eine Stellungnahme von Burger King forderten, da diese einen Influencer mit solchen Äußerungen sponsert. Es wurden Boykottaktionen gegen die Burgerkette ins Spiel gebracht.

Burger King Spanien hat sich bisher nicht offiziell zu dem Menü oder den Gründen für dessen aktuelle Nichtverfügbarkeit geäußert. El Xokas hat sich ebenfalls nicht zu dem vermeintlichen Rückzug seines Burgers aus der Speisekarte geäußert. Die Affäre zeigt deutlich, wie schnell sich eine Kooperation mit Influencern in einen Imageschaden verwandeln kann, wenn diese kontroverse Äußerungen tätigen.