Satelliten-nachrichten: t-mobile hält vieles geheim

Die Partnerschaft zwischen T-Mobile und SpaceX scheint sich zu stabilisieren, aber es gibt einiges, was der Mobilfunkanbieter nicht so offen kommuniziert. Während die Nutzung der Satellitenverbindung für SMS-Nachrichten bereits Realität ist, wird die Liste der unterstützten Apps heimlich erweitert – und T-Mobile scheint das bewusst herunterzuspielen.

Welche apps wirklich funktionieren

Offiziell listet T-Mobile 27 Apps auf, die mit der Satellitenfunktion kompatibel sind. Doch hinter den Kulissen, so berichten Beobachter, laufen weitere Tests. Discord, Signal und LINE sollen nun ebenfalls funktionieren, wobei Signal bereits seit Januar unterstützt wird. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die tatsächliche Funktionalität weit über die offizielle Liste hinausgeht. Allerdings scheinen nicht alle gängigen Apps geeignet zu sein. Telegram, Waze, Kik, WeChat und Snapchat erwiesen sich in Tests als nicht kompatibel.

Besitzer eines Samsung-Geräts können die unterstützten Apps in den Einstellungen unter 'Verbindung' und dann 'Satellit' überprüfen – sofern die Satellitenfunktion aktiviert ist. Bei anderen Geräten muss die Kompatibilität App für App geprüft werden. Ein umständlicher Prozess, der die Nutzerfreundlichkeit einschränkt.

T-mobile spielt die funktion herunter

T-mobile spielt die funktion herunter

Es ist bemerkenswert, wie T-Mobile die Satellitenverbindung herunterspielt. Der Konzern betont, dass sie lediglich 0,0002 % des gesamten Netzwerkverkehrs ausmacht. Doch angesichts der Tatsache, dass T-Mobile der einzige große Anbieter in den USA ist, der diese Technologie anbietet, wäre eine stärkere Bewerbung des Features eigentlich logisch, um sich von AT&T und Verizon abzuheben, die auf die Bereitstellung durch AST SpaceMobile warten.

Die macht von spacex

Die macht von spacex's technologie

Die Zurückhaltung von T-Mobile könnte mit der zugrunde liegenden Technologie zusammenhängen: SpaceX. Das Unternehmen, das die Satelliteninfrastruktur bereitstellt, könnte in Zukunft ein direkter Konkurrent von T-Mobile werden. Es ist durchaus möglich, dass T-Mobile aus strategischen Gründen die Entwicklung der Satellitenverbindung nicht zu stark hervorhebt, um nicht ungewollt SpaceX zu stärken. Die Frage ist, wie lange dieser Balanceakt noch möglich sein wird, wenn SpaceX seine eigenen Dienste ausbaut. Die Zukunft der Mobilfunkkommunikation wird sich zweifellos weiterentwickeln, und die Rolle von Satelliten wird dabei eine immer größere Bedeutung spielen.